Im März 2025 veröffentlichte das BFS seinen nationalen Bericht und die Bilanz über die Kriminalität in allen 26 Kantonen. Im Jahr 2024 verzeichnete die Schweiz insgesamt 563.633 Verstöße gegen das Strafgesetzbuch, die sich über das gesamte Land verteilten und einen allgemeinen Anstieg von 7,9 % im Vergleich zum Jahr 2023 bedeuteten. Dieser Anstieg ist Teil eines seit drei Jahren zu beobachtenden Aufwärtstrends, der hauptsächlich auf die Zunahme von Vermögensdelikten und digitaler Kriminalität zurückzuführen ist, die zusammen einen Anstieg von 35% verzeichnen.
Fokus auf die Kantone Genf, Waadt und Bern
In Genf zeigen die Statistiken langfristig eine ermutigende Dynamik. Straftaten gegen Leib und Leben sind seit 2010 um 26% zurückgegangen. Trotz des rückläufigen Trends bei einigen Daten nehmen einige Straftaten leider stetig zu, wie z.B. Drogenhandel, Raub und wiederholte Unhöflichkeit.
Ein ganz anderes Bild zeigt sich im Kanton Waadt. Im Jahr 2024 verzeichnete er 72.762 Straftaten, was einem Anstieg von 16,7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Statistik liegt über dem nationalen Durchschnitt (7,9 %) und betrifft sowohl Vermögensdelikte als auch Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit.
Der Kanton Bern weist eine ziemlich stabile Kriminalitätsrate auf, die jedoch je nach Region unterschiedlich ist. In den städtischen Zentren (Bern, Biel oder Thun) konzentrieren sich die meisten Straftaten, insbesondere Eigentumsdelikte und Unhöflichkeit in der Öffentlichkeit. Im Jahr 2024 wurde in Bern ein Anstieg von Vandalismus, Ladendiebstahl und Betrug im Zusammenhang mit der digitalen Identität festgestellt. Ländliche Gebiete blieben relativ unberührt, sahen sich jedoch mit einer Zunahme von gezielten Einbrüchen konfrontiert.
Eine nuancierteInterpretation der Zahlen
Obwohl Statistiken manchmal auf einen Anstieg der Kriminalität hindeuten können, ist es wichtig, sie mit Vorsicht zu interpretieren. Diese Daten spiegeln oft eine komplexe Realität wider, die von vielen Faktoren beeinflusst wird, wie z.B. verbesserten Meldesystemen oder der Konzentration bestimmter Straftaten in bestimmten Gebieten. Es handelt sich daher weder um ein allgemeines Phänomen noch um eine unmittelbare Bedrohung für alle. In diesem Zusammenhang steht Ihnen SIR SA zur Verfügung, um Ihre Fragen zu beantworten, Sie bei Ihren Präventionsmaßnahmen zu unterstützen und Ihnen Lösungen anzubieten, die Ihren Bedürfnissen entsprechen.
Den vollständigen SPC 2024 Bericht finden Sie hier: bfs.admin.ch